
Die Weinblätter zeigen im Frühjahr und Sommer blattoberseits pockenartige Aufwölbungen, deren Unterseite von weißem Filz ausgekleidet ist und sich später braun verfärbt. Bei roten Rebsorten sind diese Pocken oftmals rötlich gefärbt.
Verursacher dieser Schäden, die gelegentlich für einen Pilzbefall gehalten werden, ist eine winzig kleine Gallmilbe. Durch die Saugtätigkeit des Schädlings bildet das Weinblatt den feinen Filz aus, in dem die Rebenpockenmilben gut geschützt leben. Die Tiere überwintern in den Knospen und an der Rinde.
In der Regel ist eine Bekämpfung der Gallmilben nicht erforderlich. Bei sehr starkem Befall kann im Folgejahr eine Behandlung unmittelbar mit Beginn des Austriebs, im so genannten Wollestadium, erfolgen.
Einsetzbare Pflanzenschutzmittel in Kleinpackung
Aktuelle und verbindliche Hinweise zur Anwendung aller Pflanzenschutzmittel
finden sich in der
Pflanzenschutzmitteldatenbank
des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Hier sind auch alle Anwendungen und Daten für den Einsatz im Erwerbsanbau einsehbar.
Die Informationen zum jeweiligen Pflanzenschutzmittel findet man in dieser
Datenbank entweder über die Eingabe des Mittelnamens oder über
den Wirkstoff, der immer in Klammern hinter dem Mittelnamen angegeben ist.
Viele Pflanzenschutzmittelfirmen veröffentlichen die Gebrauchsanleitungen ihrer Präparate auch im Internet. Ein Link (elektronischer Querverweis) führt durch Anklicken des Mittelnamens auf diese Internetseite des Pflanzenschutzmittelanbieters.