
Die Früchte werden anfänglich von einem weißen mehlartigen Belag überzogen, der sich später samtartig dunkelbraun verfärbt. Befallene Früchte sind wertlos. Außer den Früchten werden auch die Triebe befallen.
Der weiße bzw. braune Belag an befallenen Pflanzenteilen wird von dicht
miteinander verwobenen Pilzfäden gebildet, auf denen sich die zahlreichen
Sporen entwickeln. Diese dienen der Weiterverbreitung und stecken andere
Blätter und Beeren an. Der Pilz überwintert auf den Trieben.
Es wird immer wieder gefragt, ob befallene Früchte verzehrt bzw. verarbeitet
werden können. Es ist nicht bekannt, dass der
Stachelbeermehltau, der auch als Amerikanischer Stachlbeermehltau bezeichnet wird, so genannte Mycotoxine (Giftstoffe) bildet. Da infizierte
Früchte aber normalerweise nicht richtig ausreifen, sollte auf eine
Verarbeitung verzichtet werden.
Die Bekämpfung des Amerikanischen Stachelbeermehltaus ist leider sehr schwierig. Schnittmaßnahmen und Spritzungen mit zugelassenen Mitteln reichen bei anfälligen Sorten leider meist nicht aus, um einen Befall der Beeren zu verhindern. In den vergangenen Jahren sind eine Reihe von Stachelbeersorten mit Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Amerikanischen Stachelmehrmehltau gezüchtet worden. Leider konnte sich bei einigen Sorten diese Widerstandsfähikeit nur kurze Zeit halten. Bevor man also neue Sträucher pflanzt, sollte man sich aktuelle Information zu Änfälligkeit der Sorten besorgen.
Einsetzbare Pflanzenschutzmittel in Kleinpackung
Aktuelle und verbindliche Hinweise zur Anwendung aller Pflanzenschutzmittel
finden sich in der
Pflanzenschutzmitteldatenbank
des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Hier sind auch alle Anwendungen und Daten für den Einsatz im Erwerbsanbau einsehbar.
Die Informationen zum jeweiligen Pflanzenschutzmittel findet man in dieser
Datenbank entweder über die Eingabe des Mittelnamens oder über
den Wirkstoff, der immer in Klammern hinter dem Mittelnamen angegeben ist.
Viele Pflanzenschutzmittelfirmen veröffentlichen die Gebrauchsanleitungen ihrer Präparate auch im Internet. Ein Link (elektronischer Querverweis) führt durch Anklicken des Mittelnamens auf diese Internetseite des Pflanzenschutzmittelanbieters.