
In manchen Jahren fallen, bald nach der Blüte, die jungen Pflaumen oder
Zwetschen vom Baum. Sie weisen ein oder zwei Bohrlöcher auf. Die
Früchte sind ausgehöhlt und mit schwärzlichen und feuchten
Kotkrümeln angefüllt. Gelegentlich findet man in Früchten,
die noch am Baum hängen, die weißliche bis bräunliche Larve
der Pflaumensägewespe, der ein unangenehmer Wanzengeruch anhaftet.
Das Schadbild der Sägewespe wird leicht mit dem verwechselt, welches die später
auftretende erste Generation des Pflaumenwicklers
verursacht.
Die Pflaumensägewespe, ein kleines unscheinbares Insekt, legt ihre Eier zur Blütezeit der Pflaumen an die Kelchblätter ab. Die frisch geschlüpfte Larve bohrt sich in die junge Frucht ein und frisst sie aus. Anschließend verlässt sie die Frucht durch ein zweites größeres Bohrloch. Dieser Vorgang wiederholt sich mehrmals. Nach Beendigung der Fraßaktivität verkriechen sich die Larven im Boden, um dort die Zeit bis zur Verpuppung im nächsten Frühjahr geschützt zu überdauern.
Anders als der Pflaumenwickler tritt die Pflaumensägewespe normalerweise nicht regelmäßig auf. Eine Bekämpfung ist daher meist nicht erforderlich.
Einsetzbare Pflanzenschutzmittel in Kleinpackung
Aktuelle und verbindliche Hinweise zur Anwendung aller Pflanzenschutzmittel
finden sich in der
Pflanzenschutzmitteldatenbank
des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Hier sind auch alle Anwendungen und Daten für den Einsatz im Erwerbsanbau einsehbar.
Die Informationen zum jeweiligen Pflanzenschutzmittel findet man in dieser
Datenbank entweder über die Eingabe des Mittelnamens oder über
den Wirkstoff, der immer in Klammern hinter dem Mittelnamen angegeben ist.
Viele Pflanzenschutzmittelfirmen veröffentlichen die Gebrauchsanleitungen ihrer Präparate auch im Internet. Ein Link (elektronischer Querverweis) führt durch Anklicken des Mittelnamens auf diese Internetseite des Pflanzenschutzmittelanbieters.