
An Pflaumen und Zwetschen treten verschiedene Blattlausarten auf. Von Bedeutung
sind die Mehlige Pflaumenblattlaus und die Große und Kleine
Pflaumenblattlaus.
Auf den Blattunterseiten und an jungen Trieben sitzen dicht an dicht die grünlichen Blattläuse.
Durch ihre Saugtätigkeit kann es zu Triebstauchungen und Verkrüpplungen an
den Blättern kommen. Auf den zuckerhaltigen Honigtauausscheidungen der Blattläuse
siedeln sich schnell schwarze Rußtaupilze an.
Die Pflaumenblattläuse überwintert als Ei an den Trieben der Pflaume. Im April schlüpfen mit Beginn des Austriebes die jungen Blattläuse, die sich bei günstigem Wetter massenhaft vermehren können.
Normalerweise wird der Blattlausbefall erst bemerkt, wenn die
Blätter sich stark krümmen und die typischen Triebstauchungen
auftreten. Zu diesem Zeitpunkt (Mai/Juni) sind die Schäden bereits
entstanden. Eine Bekämpfung wäre zu diesem späten Termin sinnlos.
Schon zur Blütezeit und danach sind die jungen Blätter und Triebe
auf Blattläuse zu untersuchen.
Bei beginnendem Befall kann unmittelbar
nach der Blüte mit den genannten Präparaten behandelt werden.
Größere Bäume vertragen einen Blattlausbefall i.d.R. recht gut,
so dass im Garten eine Bekämpfung nicht unbedingt erforderlich ist.
Ölhaltiger Präparate sollten möglichst nicht während der Blütezeit
eingesetzt werden, da sie Schäden an den empfindlichen Blüten verursachen können.
Einsetzbare Pflanzenschutzmittel in Kleinpackung
Aktuelle und verbindliche Hinweise zur Anwendung aller Pflanzenschutzmittel
finden sich in der
Pflanzenschutzmitteldatenbank
des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Hier sind auch alle Anwendungen und Daten für den Einsatz im Erwerbsanbau einsehbar.
Die Informationen zum jeweiligen Pflanzenschutzmittel findet man in dieser
Datenbank entweder über die Eingabe des Mittelnamens oder über
den Wirkstoff, der immer in Klammern hinter dem Mittelnamen angegeben ist.
Viele Pflanzenschutzmittelfirmen veröffentlichen die Gebrauchsanleitungen ihrer Präparate auch im Internet. Ein Link (elektronischer Querverweis) führt durch Anklicken des Mittelnamens auf diese Internetseite des Pflanzenschutzmittelanbieters.