
Auf der Blattunterseite, vor allem am Blattrand, bilden sich im Frühjahr anfangs grünliche, beutelförmige Wucherungen (Gallen) von 1 bis 3 mm Größe, die sich zum Sommer hin rötlich verfärben. Bei sehr starkem Befall kann es in seltenen Fällen auch an Früchten zu leichten Schäden durch Vernarbungen kommen. Die Früchte können aber ohne weiteres verzehrt werden.
Die genannten Schadsymptome werden durch eine winzig kleine Gallmilbe verursacht, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen ist. Die Tiere überwintern in den Knospen und befallen mit beginnendem Austrieb der Gehölze die jungen Blätter. Im Laufe des Sommers vermehren sie sich und suchen sich zum Herbst hin wieder ihre Winterverstecke unter Knospenschuppen.
Die Gallenbildung an den jungen Blättern beunruhigt im Frühjahr
viele Freizeitgärtner. Auf eine Spritzung mit Pflanzenschutzmitteln
kann normalerweise verzichtet werden, da erfahrungsgemäß
keine Schäden an den Früchten entstehen und die Bäume
normalerweise durch diese auffällige Gallenbildung nicht geschwächt
werden.
Pflanzenschutzmittelspritzungen sollten nur erwogen werden,
wenn über mehrere Jahre regelmäßig starker Befall auftritt.
Einsetzbare Pflanzenschutzmittel in Kleinpackung
Aktuelle und verbindliche Hinweise zur Anwendung aller Pflanzenschutzmittel
finden sich in der
Pflanzenschutzmitteldatenbank
des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Hier sind auch alle Anwendungen und Daten für den Einsatz im Erwerbsanbau einsehbar.
Die Informationen zum jeweiligen Pflanzenschutzmittel findet man in dieser
Datenbank entweder über die Eingabe des Mittelnamens oder über
den Wirkstoff, der immer in Klammern hinter dem Mittelnamen angegeben ist.
Viele Pflanzenschutzmittelfirmen veröffentlichen die Gebrauchsanleitungen ihrer Präparate auch im Internet. Ein Link (elektronischer Querverweis) führt durch Anklicken des Mittelnamens auf diese Internetseite des Pflanzenschutzmittelanbieters.