An Pfirsichbäumen treten verschiedene Blattlausarten auf. Je nach Art sind sie grün, gelblich oder mehr grau gefärbt und von Wachspuder überzogen. Sie verursachen durch ihre Saugtätigkeit an jungen Trieben und Blättern zum Teil erhebliche Deformationen in Form von Triebstauchungen und Blattverkräuselungen. Zusätzlich führen starke Honigtauausscheidungen der Blattläuse zur Rußtaubildung auf Blättern und Früchten.
Die Blattläuse überwintern als Ei an den Trieben des Pfirsichs. Im Frühjahr schlüpfen mit Beginn des Austriebes die jungen Blattläuse, die sich bei günstigem Wetter massenhaft vermehren können. Das beim Saugen abgegebene Speichelgift der Blattläuse verursacht die beschriebenen Deformationen, die vor allem bei Jungbäumen erhebliche Schäden darstellen.
Normalerweise werden die Blattläuse erst bemerkt, wenn die Blätter sich stark krümmen und die typischen Triebstauchungen auftreten. Zu diesem Zeitpunkt (Mai/Juni) sind die Schäden bereits entstanden. Eine Bekämpfung wäre zu diesem späten Termin sinnlos. Schon zur Blütezeit und danach sind die jungen Blätter und Triebe auf Blattläuse zu untersuchen. Bei beginnendem Befall kann unmittelbar nach der Blüte mit den genannten Präparaten behandelt werden.
Einsetzbare Pflanzenschutzmittel in Kleinpackung
Aktuelle und verbindliche Hinweise zur Anwendung aller Pflanzenschutzmittel
finden sich in der
Pflanzenschutzmitteldatenbank
des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Hier sind auch alle Anwendungen und Daten für den Einsatz im Erwerbsanbau einsehbar.
Die Informationen zum jeweiligen Pflanzenschutzmittel findet man in dieser
Datenbank entweder über die Eingabe des Mittelnamens oder über
den Wirkstoff, der immer in Klammern hinter dem Mittelnamen angegeben ist.
Viele Pflanzenschutzmittelfirmen veröffentlichen die Gebrauchsanleitungen ihrer Präparate auch im Internet. Ein Link (elektronischer Querverweis) führt durch Anklicken des Mittelnamens auf diese Internetseite des Pflanzenschutzmittelanbieters.