
Im Frühjahr sind die Laubblätter blasig aufgetrieben und verdickt. Sie verfärben sich weißlich-grün bis rot. Auf der Blattoberseite, seltener auf der Unterseite, bildet sich ein samtartiger Belag. Die erkrankten Blätter vertrocknen und fallen später ab.
Die Kräuselkrankheit wird durch einen Pilz hervorgerufen, der in den Knospen überwintert. Von hier gelangt er mit beginnendem Knospenaustrieb auf die sich nun entwickelnden Blätter. Feuchtes Wetter fördert das Wachstum und die Verbreitung dieses Schadpilzes.
In der Vergangeheit wurde immer wieder berichtet, dass weißfleischige Sorten nicht von der Krankheit befallen werden. Nach neueren Untersuchungen der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau trifft diese Aussage jedoch so nicht zu. Lediglich die Sorten 'Benedicte' und 'Revita' zeigten im Versuchsanbau geringere Anfälligkeit. Die Untersuchungsergebnisse reichen allerdings für eine Anbauempfehlung nicht aus.
Einsetzbare Pflanzenschutzmittel in Kleinpackung
Aktuelle und verbindliche Hinweise zur Anwendung aller Pflanzenschutzmittel
finden sich in der
Pflanzenschutzmitteldatenbank
des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Hier sind auch alle Anwendungen und Daten für den Einsatz im Erwerbsanbau einsehbar.
Die Informationen zum jeweiligen Pflanzenschutzmittel findet man in dieser
Datenbank entweder über die Eingabe des Mittelnamens oder über
den Wirkstoff, der immer in Klammern hinter dem Mittelnamen angegeben ist.
Viele Pflanzenschutzmittelfirmen veröffentlichen die Gebrauchsanleitungen ihrer Präparate auch im Internet. Ein Link (elektronischer Querverweis) führt durch Anklicken des Mittelnamens auf diese Internetseite des Pflanzenschutzmittelanbieters.