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Glasflügler an Johannisbeere

Schadbild

Einzelne Triebe zeigen im Sommer Welkeerscheinungen, die bis zum Absterben führen können. Zum Teil kann man an betroffenen Zweigen austretende Kotkrümel finden. Im Frühjahr treiben geschädigte Triebe nur schwach aus. Die Blüten und Blätter vertrocknen. Schneidet man solche Triebe auf, zeigt sich, dass das Mark tunnelförmig ausgefressen ist. In den Fraßgängen kann man die weißliche, feinbehaarte Larve des Schädlings finden.

Schädling

Der  Johannisbeerglasflügler ist ein kleiner Schmetterling mit durchsichtigen Flügeln. Die Falter legen im Juni ihre Eier in Rindenritzen und Schnittwunden in Knospennähe ab. Die frisch geschlüpften Larven bohren sich in die Triebe ein und beginnen dort ihre Fraßtätigkeit im Mark.
Den Winter verbringen die Larven geschützt in den Zweigen, wo sie ihren Fraß im Frühjahr fortsetzen. Ab April beginnt die Verpuppung der Tiere. Dabei bohren sie sich ein wenig aus dem Trieb heraus, so dass ein Teil der 7 bis 8 mm langen braun-gelben Puppe waagerecht aus dem Trieb herausragt.

Bekämpfung

Allgemeine Bekämpfungshinweise

Die Bekämpfung des Johannisbeerglasflüglers ist sehr schwierig. Zur Befallsminderung werden gelegentlich Saftfallen empfohlen, die eine Mischung aus Apfelsaft, Rotwein, Obstessig und Zucker enthalten. Rezepte und Informationen sind im Internet zu finden. Zur Überwachung des Schädlingsauftretens werden auch Pheromonfallen angeboten, die aber, wie alle diese Fallen, nicht zur Bekämpfung geignet sind.

Einsetzbare Pflanzenschutzmittel in Kleinpackung

Informationen zu Pflanzenschutzmitteln

Aktuelle und verbindliche Hinweise zur Anwendung aller Pflanzenschutzmittel finden sich in der Pflanzenschutzmitteldatenbank des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Hier sind auch alle Anwendungen und Daten für den Einsatz im Erwerbsanbau einsehbar.
Die Informationen zum jeweiligen Pflanzenschutzmittel findet man in dieser Datenbank entweder über die Eingabe des Mittelnamens oder über den Wirkstoff, der immer in Klammern hinter dem Mittelnamen angegeben ist.

Viele Pflanzenschutzmittelfirmen veröffentlichen die Gebrauchsanleitungen ihrer Präparate auch im Internet. Ein Link (elektronischer Querverweis) führt durch Anklicken des Mittelnamens auf diese Internetseite des Pflanzenschutzmittelanbieters.

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