
Auf den Blättern der Birne bilden sich zuerst kleine, gelbe, dann größere, leuchtend-orange Flecke. Im Spätsommer und Herbst entwickeln sich an diesen Stellen blattunterseits höckerähnliche Gebilde (Sporenlager). Nur bei sehr starkem Befall kann es zu vorzeitigem Blattfall kommen. In Jahren mit starkem Befall sind auch an den Trieben die warzenartigen Sporenlager zu finden.
Die genannten Schäden werden durch einen Rostpilz verursacht, der neben der Birne auch verschiedene Wacholderarten befällt und dort den sogenannten Wacholderblasenrost verursacht. Die Infektion der Birnenblätter geht im Frühjahr von befallenen Wacholderpflanzen aus. Der Infektionszeitraum, in dem die Sporen vom Wacholder aus auf die Birne gelangen, erstreckt sich meist nur über 2 bis gut 3 Wochen. Beginn dieser Zeit ist häufig die Vollblüte der Birne.
Eine Bekämpfung mit Pflanzenschutzmitteln ist im Haus- und Kleingarten problematisch. Wird während des Infektionszeitraumes eine Schorfbekämpfung mit hierfür zugelassenen Präparaten durchgeführt, ist eine Nebenwirkung auf den Birnengitterrost zu erwarten.
Einsetzbare Pflanzenschutzmittel in Kleinpackung
Aktuelle und verbindliche Hinweise zur Anwendung aller Pflanzenschutzmittel
finden sich in der
Pflanzenschutzmitteldatenbank
des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Hier sind auch alle Anwendungen und Daten für den Einsatz im Erwerbsanbau einsehbar.
Die Informationen zum jeweiligen Pflanzenschutzmittel findet man in dieser
Datenbank entweder über die Eingabe des Mittelnamens oder über
den Wirkstoff, der immer in Klammern hinter dem Mittelnamen angegeben ist.
Viele Pflanzenschutzmittelfirmen veröffentlichen die Gebrauchsanleitungen ihrer Präparate auch im Internet. Ein Link (elektronischer Querverweis) führt durch Anklicken des Mittelnamens auf diese Internetseite des Pflanzenschutzmittelanbieters.