
Junge Triebe zeigen Verkrüpplungen, die Blätter sind eingerollt oder gekräuselt. Auffällig ist der klebrige Belag, der Blätter, Zweige und Früchte überzieht. Es handelt sich hierbei um die zuckerhaltigen Ausscheidungen der Birnenblattsauger, den sog. Honigtau, auf dem sich bald schwarzgraue Rußtaupilze ansiedeln. Die grünlichen bis braunen 3 bis 4 mm großen Tiere sitzen dicht an dicht an Blättern und Trieben. Verwechslungen mit Blattlausbefall sind möglich.
Die beschriebenen Schäden können durch verschiedene Arten (Großer
Birnenblattsauger, Gemeiner Birnenblattsauger, Gefleckter oder Gelber
Birnenblattsauger) verursacht werden. Eine Unterscheidung ist jedoch nicht
erforderlich, da sich die verschiedenen Birnenblattsauger in ihrer Lebensweise
sehr ähneln. Die größten Schäden verursacht der Gemeine
Birnenblattsauger, da er mehrere Generationen pro Jahr bildet.
Aus den Eiern, die zum Knospenaufbruch an Trieben und Blättern abgelegt
werden, schlüpfen die Larven der ersten Generation. Sie schädigen
junge Blätter und Blüten durch ihre Saugtätigkeit. Später
kommt es durch weitere Generationen zu den genannten Missbildungen an Trieben
und der Verunstaltung der Pflanzen durch Honig- und Rußtau.
Die Bekämpfung der Birnenblattsauger ist schwierig, da keines der verfügbaren Mittel für den Haus- und Kleingarten eine ausreichende Wirkung gegen diese Schaderreger aufweist. Mit den gegen saugende Insekten an Kernobst zugelassenen Mitteln ist höchstens eine leichte Befallsminderung erreichbar.
Einsetzbare Pflanzenschutzmittel in Kleinpackung
Aktuelle und verbindliche Hinweise zur Anwendung aller Pflanzenschutzmittel
finden sich in der
Pflanzenschutzmitteldatenbank
des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Hier sind auch alle Anwendungen und Daten für den Einsatz im Erwerbsanbau einsehbar.
Die Informationen zum jeweiligen Pflanzenschutzmittel findet man in dieser
Datenbank entweder über die Eingabe des Mittelnamens oder über
den Wirkstoff, der immer in Klammern hinter dem Mittelnamen angegeben ist.
Viele Pflanzenschutzmittelfirmen veröffentlichen die Gebrauchsanleitungen ihrer Präparate auch im Internet. Ein Link (elektronischer Querverweis) führt durch Anklicken des Mittelnamens auf diese Internetseite des Pflanzenschutzmittelanbieters.