
Reifende Birnen zeigen im Hoch- und Spätsommer ringförmige braune Faulstellen, die später die ganze Frucht erfassen. Auf dem faulenden Fruchtgewebe bilden sich gelblich-braune Schimmelpolster. Ein Teil der infizierten Früchte trocknet am Baum ein und bildet Fruchtmumien.
Die Sporen des Monilia-Pilzes dringen über Wunden in die Birne ein und zerstören sehr schnell das Fruchtfleisch, welches sich braun verfärbt. Die Schimmelpolster bestehen aus Unmengen von Sporen, die die Krankheit verbreiten.
Eine Bekämpfung mit Pflanzenschutzmitteln ist im Haus- und Kleingarten
nicht möglich. Faule Früchte sollten regelmäßig eingesammelt
werden. Eingetrocknete Früchte, sog. Fruchtmumien, die im Winter noch
in den Bäumen hängen, sind beim Winterschnitt mit zu entfernen.
Dichte Baumkronen fördern den Befall mit Fruchtfäulen.
Da Bohrlöcher des Apfelwicklers eine wichtige Eintrittspforte für
den Krankheitserreger darstellen, sollte eine Bekämpfung des
Apfelwicklers erwogen werden.
Äpfel, Kirschen, Pflaumen und Zwetschen leiden ebenfalls oft unter der
Monilia-Fruchtfäule.
Einsetzbare Pflanzenschutzmittel in Kleinpackung
Aktuelle und verbindliche Hinweise zur Anwendung aller Pflanzenschutzmittel
finden sich in der
Pflanzenschutzmitteldatenbank
des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Hier sind auch alle Anwendungen und Daten für den Einsatz im Erwerbsanbau einsehbar.
Die Informationen zum jeweiligen Pflanzenschutzmittel findet man in dieser
Datenbank entweder über die Eingabe des Mittelnamens oder über
den Wirkstoff, der immer in Klammern hinter dem Mittelnamen angegeben ist.
Viele Pflanzenschutzmittelfirmen veröffentlichen die Gebrauchsanleitungen ihrer Präparate auch im Internet. Ein Link (elektronischer Querverweis) führt durch Anklicken des Mittelnamens auf diese Internetseite des Pflanzenschutzmittelanbieters.