
Unter der Schale entstehen kleine, leicht eingesunkene braune Flecken im
Fruchtfleisch. Häufig wird diese Erscheinung erst längere Zeit
nach der Ernte bemerkt, wenn die Früchte zum Verzehr aus dem Lagerraum
geholt werden. Die Äpfel können bedenkenlos gegessen werden. Bei
starker Stippigkeit wird jedoch das Fruchtfleisch wertlos und im Geschmack
bitter.
Die einzelnen Sorten sind sehr unterschiedlich anfällig für die
Stippe.
Es handelt sich hierbei nicht um einen Schädlings- oder Pilzbefall,
sondern um eine Stoffwechselkrankheit. Die Ursachen sind bisher noch nicht
genau erforscht. Es ist aber bekannt, dass die geschädigten Früchte
schlecht mit dem Nährstoff Calcium versorgt sind.
Calcium wird mit dem Transpirationsstrom aus dem Boden in die Blätter
transportiert. Die Früchte verdunsten im Verhältnis zum Laub wesentlich
weniger Wasser und werden daher auch nicht so reichlich mit Calcium versorgt,
obwohl i.d.R. genügend davon im Boden vorhanden ist. Starkes Triebwachstum
und damit kräftige Laubentwicklung fördern die Stippe.
Die Stippegefahr kann durch folgende Maßnahmen gemindert werden:
Über den Nährstoff- und Kalkgehalt des Bodens geben Bodenproben Auskunft. Im Erwerbsobstbau werden zur Vorbeuge gegen die Stippe mehrere Spritzungen mit speziellen Calcium-Düngern durchgeführt.