
Apfelfrüchte weisen deutliche Fraßspuren an der Schale auf, die z.T. schon vernarbt sein können. Dieser flächige Schabefraß wird durch die Larven des Fruchtschalenwicklers verursacht. Die Fraßmulden werden von den Raupen mit je einem Blatt versponnen. Über die Verletzungen kann es leicht zu Infektionen mit der Monilia-Fruchtfäule kommen.
Der Fruchtschalenwickler, ein unscheinbarer bräunlicher Falter von einem Zentimeter Länge, überwintert als Larve in zusammengesponnenen Blättern an Zweigen oder Ästen des Apfelbaumes. Im Frühjahr fressen die Larven an Knospen und Blättern. Ab Mitte Mai verpuppen sich die Tiere, ab Anfang Juni schlüpfen die Falter. Diese legen ihre Eier auf die Blätter. Die daraus schlüpfenden Larven fressen an jungen Früchten und am Laub, welches sie zusammenspinnen. Nach der Verpuppung schlüpft im Juli eine neue Faltergeneration, die wiederum ihre Eier ablegt. Die Larven schädigen im August und September die reifenden Äpfel durch den typischen Schabefraß.
Da im Haus- und Kleingarten, anders als beim Apfelwickler, die Schäden gering sind, kann auf eine Bekämpfung verzichtet werden, zumal sie besondere Fachkenntnisse über den genauen Entwicklungsverlauf des Schädlings voraussetzt.
Einsetzbare Pflanzenschutzmittel in Kleinpackung
Aktuelle und verbindliche Hinweise zur Anwendung aller Pflanzenschutzmittel
finden sich in der
Pflanzenschutzmitteldatenbank
des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Hier sind auch alle Anwendungen und Daten für den Einsatz im Erwerbsanbau einsehbar.
Die Informationen zum jeweiligen Pflanzenschutzmittel findet man in dieser
Datenbank entweder über die Eingabe des Mittelnamens oder über
den Wirkstoff, der immer in Klammern hinter dem Mittelnamen angegeben ist.
Viele Pflanzenschutzmittelfirmen veröffentlichen die Gebrauchsanleitungen ihrer Präparate auch im Internet. Ein Link (elektronischer Querverweis) führt durch Anklicken des Mittelnamens auf diese Internetseite des Pflanzenschutzmittelanbieters.