
An jungen Trieben und Ästen, seltener an Blättern, sitzen
wenige Millimeter große, pustelartige Gebilde von runder, ovaler
oder auch länglicher Gestalt und brauner, weißlicher oder grauer
Farbe. Bei starkem Befall kümmern die Pflanzen und auf den Blättern
ist der klebrige Honigtau zu finden, auf dem sich nach kurzer Zeit grau-schwarzer Rußtau ansiedelt.
Seit einigen Jahren sind zunehmend wollige Schildläuse an Ziergehölzen zu beobachten. Typisch für diese Schildläuse ist die starke Bildung von Wachswolle, die den Tieren das Aussehen von weißen Flocken gibt.
Schildläuse sind in der Regel auf den ersten Blick nicht als Insekten zu erkennen. Unter dem flachen oder höckerartigen Schild sitzen flache, linsenförmige Tiere bei denen kein Kopf zu erkennen ist und auch die Beine zurückgebildet sind. Nur die Junglarven der Schildläuse haben Beine und können sich so verbreiten. Mit ihrem langen Saugrüssel können die Schildläuse auch durch dickere Rindenschichten von Ästen und Stämmen hindurchstechen, um so an die Leitbündel der Pflanze zu gelangen, aus denen sie Saft saugen. Neben den Napf- und Deckelschildläusen sind zunehmend auch Wollige Schildläuse zu beobachten. An Stamm und Ästen verschiedener Bäumen findet man immer häufiger die Wollige Napfschildlaus. Die Hortensienschildlaus besiedelt in erster Linie die Blätter von Gehölzen. Auffälliges Kennzeichen dieser Art sind die bohnengroßen weißen Eisäcke auf den Blättern. Ist die Rinde des Trompetenbaumes (Caltalpa) von einer weißen Schicht überzogen, liegt vermutlich ein Befall mit der Maulbeerschildlaus vor.
Leider gibt es keine vorbeugenden Maßnahmen, die einen Schildlausbefall verhindern oder reduzieren können. Sollen ölhaltige Präparate zum Einsatz kommen, so ist zu beachten, dass diese Mittel, vor allem bei wiederholtem Einsatz, an empfindlichen Pflanzen Verbrennungen oder Blattfall verursachen können. Öle verkleben die Schildläuse, daher ist bei ihrem Einsatz darauf zu achten, dass die Schädlinge von der Spritzbrühe direkt getroffen werden müssen.
Einsetzbare Pflanzenschutzmittel in Kleinpackung
Aktuelle und verbindliche Hinweise zur Anwendung aller Pflanzenschutzmittel
finden sich in der
Pflanzenschutzmitteldatenbank
des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Hier sind auch alle Anwendungen und Daten für den Einsatz im Erwerbsanbau einsehbar.
Die Informationen zum jeweiligen Pflanzenschutzmittel findet man in dieser
Datenbank entweder über die Eingabe des Mittelnamens oder über
den Wirkstoff, der immer in Klammern hinter dem Mittelnamen angegeben ist.
Viele Pflanzenschutzmittelfirmen veröffentlichen die Gebrauchsanleitungen ihrer Präparate auch im Internet. Ein Link (elektronischer Querverweis) führt durch Anklicken des Mittelnamens auf diese Internetseite des Pflanzenschutzmittelanbieters.