
Auf den Blättern bilden sich maximal stecknadelkopfgroße kugel- oder köpfchenförmige Ausstülpungen von blassgrüner bis rötlicher Farbe. Diese Gallen werden von winzigen Milben hervorgerufen, die geschützt im Inneren der Wucherung leben. Andere Gallmilbenarten verursachen so genannte Filzgallen, bei denen auf der Blattunterseite ein filziger Belag entsteht. Die betroffenen Stellen sind nach oben meist blasig aufgewölbt.
An Erlen treten verschiedene Gallmilbenarten auf. Sie überwintern unter den Knospenschuppen oder in Rindenritzen. Im Frühjahr wandern die Tiere auf die neuen Triebe aus und regen durch ihre Saugtätigkeit die Erlenblätter zur Bildung der Gallen an. Im Laufe de Sommers können sich die Tiere reichlich vermehren.
An Erlen, die häufig als Landschaftsgehölze an Bächen, Flüssen oder Seen stehen, sind normalerweise keine Pflanzenschutzmaßnahmen erforderlich und in Gewässernähe auch nicht zulässig. Die Gehölze vertragen auch einen starken Galmilbenbefall recht gut.
Aktuelle und verbindliche Hinweise zur Anwendung aller Pflanzenschutzmittel
finden sich in der
Pflanzenschutzmitteldatenbank
des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Hier sind auch alle Anwendungen und Daten für den Einsatz im Erwerbsanbau einsehbar.
Die Informationen zum jeweiligen Pflanzenschutzmittel findet man in dieser
Datenbank entweder über die Eingabe des Mittelnamens oder über
den Wirkstoff, der immer in Klammern hinter dem Mittelnamen angegeben ist.
Viele Pflanzenschutzmittelfirmen veröffentlichen die Gebrauchsanleitungen ihrer Präparate auch im Internet. Ein Link (elektronischer Querverweis) führt durch Anklicken des Mittelnamens auf diese Internetseite des Pflanzenschutzmittelanbieters.