
Auf den Blättern entstehen bräunliche bis silbrig-graue Flecken,
die leicht mit der Blattbräune verwechselt
werden können. Im Unterschied zur Blattbräune handelt es sich hierbei
jedoch um Fraßgänge unterhalb der Blatthaut; so genannte Blattminen
oder Miniergänge. Hält man ein befallenes Blatt gegen das Licht,
sind diese Fraßgänge und meist auch die darin befindlichen
Larven und ihre Kotkrümel zu erkennen.
Bei stärkerem Befall werden die Blätter braun und fallen ab.
Die rotblühende Rosskastanie (Aesculus x carnea) zeigt bisher geringen
bis keinen Befall.
Die Kastanienminiermotte ist ein unauffälliger Kleinschmetterling der im Frühjahr seine Eier in die Blätter der Rosskastanie legt. Die Verpuppung erfolgt im Blatt. Unter günstigen Witterungsbedingungen kann der Schädling drei Generationen pro Jahr bilden. Die Überwinterung erfolgt im Falllaub.
Als vorbeugende Maßnahme sollte das Falllaub unter dem Baum entfernt
werden. Diese Maßnahme kann den Befall nachweislich deutlich reduzieren. Auch wenn der Befall oftmals sehr dramatisch erscheint, so verkraften ihn die Bäume erstaunlich gut.
Auf Spritzungen der meist sehr großen Bäume sollte wegen der unvermeidbaren Abdrift möglichst verzichtet werden.
Aktuelle und verbindliche Hinweise zur Anwendung aller Pflanzenschutzmittel
finden sich in der
Pflanzenschutzmitteldatenbank
des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Hier sind auch alle Anwendungen und Daten für den Einsatz im Erwerbsanbau einsehbar.
Die Informationen zum jeweiligen Pflanzenschutzmittel findet man in dieser
Datenbank entweder über die Eingabe des Mittelnamens oder über
den Wirkstoff, der immer in Klammern hinter dem Mittelnamen angegeben ist.
Viele Pflanzenschutzmittelfirmen veröffentlichen die Gebrauchsanleitungen ihrer Präparate auch im Internet. Ein Link (elektronischer Querverweis) führt durch Anklicken des Mittelnamens auf diese Internetseite des Pflanzenschutzmittelanbieters.