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Raupen an Kohl

Schadbild

Die Blätter der Kohlpflanzen zeigen Fraßlöcher. Bei starkem Befall bleiben oft nur die Blattrippen stehen. Auffallend sind auch die grünen oder braunen Kotkrümel. Einige der an Kohl vorkommenden Raupen bohren sich tief in die Köpfe von Rot- Weiß- oder Chinakohl oder die Blume von Brokkoli und Blumenkohl ein.

Schädlinge

Am Gemüsekohl können verschiedene Schadraupen unterschiedlicher Färbung vorkommen. Sie alle sind die Larven von folgenden Schmetterlingen:

Am häufigsten sind in Gärten der Kleine Kohlweißling und die Kohl- und Gemüseeule anzutreffen.
Der Kleine Kohlweißling bildet pro Jahr mehrere Generationen. Er ist vom Frühjahr bis in den Herbst hinein in den Gärten zu finden, tritt allerdings ab dem Hochsommer verstärkt auf. Die cremeweißen Falter legen ihre gelben, kegelförmigen Eier an die Blattunterseiten verschiedener Kohlarten ab. Aus den Eiern schlüpfen sehr bald die kleinen Räupchen, die sich zu den gefräßigen grünen Raupen weiterentwickeln.
Der Große Kohlweißling ähnelt dem Kleinen Kohlweißling in seiner Lebensweise, ist allerdings seltener anzutreffen. Seine Raupen zeigen eine gelbe Grundfarbe mit schwarzen Flecken.
Die Kohleule und die Gemüseeule gehören zu den Nachtschmetterlingen. Man wird diese unscheinbaren, plumpen Schmetterlinge daher kaum in den Gärten sehen. Auch verwandte Arten wie die Saat- und Ypsiloneule, deren Larven vor allem als Erdraupe bekannt sind, gehören zur Gruppe der nachtaktiven Eulenfalter. Die Eier werden ebenfalls in Gruppen auf den Blattunterseiten abgelegt. Die Larven der Eulen zeigen eine Färbung, die von grün über braun bis dunkelgrau variieren kann. Die Larven der Kohl- und Gemüseeule sind besonders gefräßig. Sie dringen bei Kopfkohlen oder Chinakohl weit in die Köpfe vor und verschmutzen diese mit ihrem graugrünen Kotkrümeln. Angefressene Kohlköpfe faulen schnell.
Die grünlichen Larven der Kohlmotte sind kleiner als die der zuvor genannten Arten. Sie führen anfangs einen Schabefraß aus. Später entstehen Löcher in den Blättern. Die Kohlschaben verpuppen sich in einen feinen netzartigen Kokon. Die Falter sind unauffällige Kleinschmetterlinge von brauner Farbe.

Bekämpfung

Allgemeine Bekämpfungshinweise

Als vorbeugende Maßnahme können gefährdete Kohlpflanzen mit Kulturschutznetzen abgedeckt werden. Gelegentlich findet zwar eine Eiablage durch das Netz hindurch statt, stärkerer Raupenbefall lässt sich jedoch mit den Netzen verhindern. Bei nur wenigen Pflanzen im Garten kann man die Pflanzen auch auf Eigelege oder Raupen absuchen und diese entfernen.

Einsetzbare Pflanzenschutzmittel in Kleinpackung

Informationen zu Pflanzenschutzmitteln

Aktuelle und verbindliche Hinweise zur Anwendung aller Pflanzenschutzmittel finden sich in der Pflanzenschutzmitteldatenbank des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Hier sind auch alle Anwendungen und Daten für den Einsatz im Erwerbsanbau einsehbar.
Die Informationen zum jeweiligen Pflanzenschutzmittel findet man in dieser Datenbank entweder über die Eingabe des Mittelnamens oder über den Wirkstoff, der immer in Klammern hinter dem Mittelnamen angegeben ist.

Viele Pflanzenschutzmittelfirmen veröffentlichen die Gebrauchsanleitungen ihrer Präparate auch im Internet. Ein Link (elektronischer Querverweis) führt durch Anklicken des Mittelnamens auf diese Internetseite des Pflanzenschutzmittelanbieters.

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