
Am Wurzelhals oder direkt an der Hauptwurzel befinden sich kugelige, erbsen-
bis haselnussgroße Wucherungen (Gallen). Bei Kohlrabi können diese
Gallen gelegentlich auch im unteren Knollenbereich auftreten. Schneidet man
die Wucherung auf, so ist sie innen hohl. Häufig findet man in ihr die
cremefarbene Larve des Kohlgallenrüsslers.
Diese Gallen werden oft für einen Kohlherniebefall gehalten, sind aber deutlich davon zu unterscheiden.
Die Kohlhernie verursacht klumpen- oder walzenförmige Wucherungen, die oft größer sind als die des Kohlgallenrüsslers.
Außerdem sind die Kohlherniegallen nicht hohl.
Der Kohlgallenrüssler, ein kleiner grauer Käfer, legt ab April seine Eier an den Stängel verschiedener Kohlpflanzen. Um die Eier herum entsteht dann durch Wachstum des Pflanzengewebes die Galle, von der sich die Larve des Rüsselkäfers ernährt.
Eine direkte Bekämpfung dieses Schädlings ist kaum möglich und normalerweise auch nicht notwendig. Wer Kohljungpflanzen selber anzieht, sollte vor dem Setzen befallene Pflanzen aussortieren. Das Abdecken der Pflanzen mit Kulturschutznetzen schützt leider nicht vor Befall mit dem Kohlgallenrüssler.
Einsetzbare Pflanzenschutzmittel in Kleinpackung
Aktuelle und verbindliche Hinweise zur Anwendung aller Pflanzenschutzmittel
finden sich in der
Pflanzenschutzmitteldatenbank
des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Hier sind auch alle Anwendungen und Daten für den Einsatz im Erwerbsanbau einsehbar.
Die Informationen zum jeweiligen Pflanzenschutzmittel findet man in dieser
Datenbank entweder über die Eingabe des Mittelnamens oder über
den Wirkstoff, der immer in Klammern hinter dem Mittelnamen angegeben ist.
Viele Pflanzenschutzmittelfirmen veröffentlichen die Gebrauchsanleitungen ihrer Präparate auch im Internet. Ein Link (elektronischer Querverweis) führt durch Anklicken des Mittelnamens auf diese Internetseite des Pflanzenschutzmittelanbieters.