
Im Rübenkörper von Radies und Rettich befinden sich Fraßgänge, in denen oftmals auch die cremefarbenen Larven der Kohl- oder Rettichfliege zu finden sind.
Im Frühjahr, etwa zur Zeit der Rosskastanienblüte, schlüpfen
die Fliegen aus dem Boden. Die Tiere, die einer Stubenfliege ähneln,
legen ihre Eier an den Wurzelhals der Kohlpflanzen.
Die jungen Larven bohren sich dann in die Wurzel ein, wo sie durch ihre
Fraßtätigkeit das beschriebene Schadbild verursachen.
Da die Kohlfliege bis zu drei Generationen pro Jahr bildet, ist ab Mitte
April das ganze Sommerhalbjahr mit Befall zu rechnen. Die zweite und dritte
Generation verursacht im Sommer die beschriebenen oberirdischen Schäden.
Die sicherste Methode und zudem eine besonders umweltfreundliche Maßnahme zur Abwehr der Kohlfliegen ist das Auflegen von Kulturschutznetzen. Dieses Verfahren sollte daher im Garten Vorrang vor Gieß- und Streubehandlungen mit Insektiziden haben. Die engmaschigen Kunststoffnetze werden nach der Saat bzw. unmittelbar nach der Pflanzung aufgelegt, um eine Eiablage an den jungen Pflänzchen zu verhindern. Am besten lässt man die Netze bis kurz vor der Ernte auf den Pflanzen liegen.
Einsetzbare Pflanzenschutzmittel in Kleinpackung
Aktuelle und verbindliche Hinweise zur Anwendung aller Pflanzenschutzmittel
finden sich in der
Pflanzenschutzmitteldatenbank
des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Hier sind auch alle Anwendungen und Daten für den Einsatz im Erwerbsanbau einsehbar.
Die Informationen zum jeweiligen Pflanzenschutzmittel findet man in dieser
Datenbank entweder über die Eingabe des Mittelnamens oder über
den Wirkstoff, der immer in Klammern hinter dem Mittelnamen angegeben ist.
Viele Pflanzenschutzmittelfirmen veröffentlichen die Gebrauchsanleitungen ihrer Präparate auch im Internet. Ein Link (elektronischer Querverweis) führt durch Anklicken des Mittelnamens auf diese Internetseite des Pflanzenschutzmittelanbieters.