
In den Rüben der Möhre befinden sich rostbraun gefärbte Fraßgänge, in denen oftmals die Larven (Maden) der Möhrenfliege zu finden sind. Die Möhren haben einen unangenehmen Beigeschmack. Bei starkem Befall im Frühjahr können die jungen Möhrenpflänzchen so stark geschädigt werden, dass sie kümmern und später eingehen.
Die Möhrenfliege schlüpft im Mai aus dem Boden. Ihre Eier legt sie dicht an die Möhrenwurzel ins Erdreich. Die jungen Larven ernähren sich anfangs von den feinen Seitenwurzeln, später bohren sie sich in die Hauptwurzel ein. Eine zweite Generation schädigt ab August.
Wo regelmäßig mit Möhrenfliegenbefall zu rechnen ist, sollten
die Möhrenbeete ab Anfang Mai mit Kulturschutznetzen abgedeckt werden.
Diese Kunststoffnetze aus Polyethylen verhindern, dass die Fliegen ihre Eier
an die Möhrenwurzel ablegen können. Die Netze sollten bis kurz
vor der Ernte auf den Pflanzen liegenbleiben, um einen Spätbefall der
Rüben zu verhindern. Muss das Netz zum Unkrauthacken oder Vereinzeln
abgenommen werden, so führt man diese Arbeiten am besten in der ersten
Tageshälfte durch, da die Fliegen erst nachmittags aktiv werden.
Die häufig empfohlene Mischkultur von Möhre und Zwiebel oder Lauch
zur Abwehr der Möhrenfliege zeigt in der Praxis leider keine ausreichende
Wirkung. Dies gilt auch für diverse Streumittel auf Kräuterbasis,
die die Widerstandsfähigkeit der Möhren gegen Schädlinge und
Krankheiten erhöhen sollen.
Die Sorten 'Flyaway' und 'Ingot' sollen widerstandsfähig gegenüber einem Befall mit der Möhrenfliege sein.
Einsetzbare Pflanzenschutzmittel in Kleinpackung
Aktuelle und verbindliche Hinweise zur Anwendung aller Pflanzenschutzmittel
finden sich in der
Pflanzenschutzmitteldatenbank
des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Hier sind auch alle Anwendungen und Daten für den Einsatz im Erwerbsanbau einsehbar.
Die Informationen zum jeweiligen Pflanzenschutzmittel findet man in dieser
Datenbank entweder über die Eingabe des Mittelnamens oder über
den Wirkstoff, der immer in Klammern hinter dem Mittelnamen angegeben ist.
Viele Pflanzenschutzmittelfirmen veröffentlichen die Gebrauchsanleitungen ihrer Präparate auch im Internet. Ein Link (elektronischer Querverweis) führt durch Anklicken des Mittelnamens auf diese Internetseite des Pflanzenschutzmittelanbieters.