
Ab Mitte Juni zeigen die Kartoffelblätter bei feuchter Witterung anfangs braune oder graue Flecken. Auf der Blattunterseite bildet sich ein weißgrauer Schimmelrasen. Innerhalb weniger Tage kann das ganze Kraut absterben, so dass der Eindruck entsteht, die Pflanzen wären über Nacht eingegangen. Knollenfäulen treten nicht so häufig auf und entstehen meist erst während der Lagerung.
Die Kraut- und Knollenfäule wird durch einen feuchtigkeitsliebenden Pilz verursacht, der an Tomaten als Erreger der Kraut- und Braunfäule bekannt ist. Bei trockenem Wetter besteht keine Infektionsgefahr.
Dichte Kartoffelbestände trocknen schlecht ab und sind entsprechend
stärker gefährdet. Es sollte daher schon bei der Pflanzung auf
ausreichende Abstände geachtet werden. Ab Ende Juni sind die
Kartoffelpflanzen vor allem während und nach regenreichen Tagen auf
beginnenden Befall zu kontrollieren.
Wer Spritzungen gegen diese Krankheit
durchführen will, sollte bedenken, dass normalerweise mehrere vorbeugende Behandlungen
im Abstand von sieben bis vierzehn Tagen erforderlich sind.
Nach derzeitigem Kenntnisstand sind Pflanzenstärkungsmittel nicht ausreichend wirksam gegen die Krankheit.
Einsetzbare Pflanzenschutzmittel in Kleinpackung
Aktuelle und verbindliche Hinweise zur Anwendung aller Pflanzenschutzmittel
finden sich in der
Pflanzenschutzmitteldatenbank
des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Hier sind auch alle Anwendungen und Daten für den Einsatz im Erwerbsanbau einsehbar.
Die Informationen zum jeweiligen Pflanzenschutzmittel findet man in dieser
Datenbank entweder über die Eingabe des Mittelnamens oder über
den Wirkstoff, der immer in Klammern hinter dem Mittelnamen angegeben ist.
Viele Pflanzenschutzmittelfirmen veröffentlichen die Gebrauchsanleitungen ihrer Präparate auch im Internet. Ein Link (elektronischer Querverweis) führt durch Anklicken des Mittelnamens auf diese Internetseite des Pflanzenschutzmittelanbieters.