Die jungen Bohnenkeimlinge gehen kurz nach Entfalten der häufig
beschädigten Keimblätter ein. Nicht selten laufen die Bohnensamen
erst gar nicht auf.
Sucht man nach ihnen in der Erde, zeigt sich, dass die
Samen verschwunden, angefressen oder faul sind. Besonders häufig sind
diese Ausfälle zu beobachten, wenn die Bohnen während oder kurz
vor nasskalten Witterungsphasen gelegt werden. Die Samen keimen dann auf
Grund der niedrigen Bodentemperaturen schlecht und sind so besonders
anfällig für pilzliche aber auch tierische Schaderreger.
Neben verschiedenen bodenbürtigen Fäuleerregern können Schnecken und Bohnenfliegen die jungen Keimlinge schädigen. Bei Bohnenfliegenbefall sind Fraßgänge im Wurzelhals, im Stängel oder auch in den Keimblättern zu finden. Meist sind jedoch Schnecken und pilzliche Fäuleerreger die Ursache für den beschriebenen Schaden.
Die wichtigste Maßnahme zum Schutz der Bohnen vor den genannten
Schaderregern ist optimales Wachstum der Keimlinge. Je länger die Bohnen
in der Erde liegen, desto größer wird die Gefahr durch
Fäuleerreger und Schnecken.
Aus diesem Grunde sollten Bohnen erst gesät werden, wenn der Boden sich
ausreichend erwärmt hat und wüchsiges Wetter zu erwarten ist.
Frühe Aussaaten Anfang bis Mitte Mai haben in nasskalten Frühjahren
nur geringe Wachstumschancen, so dass unter ungünstigen Bedingungen
nicht selten erst die dritte Bohnensaat aufgeht.
Gegen die nicht so häufig auftretende Bohnenfliege wirken
Kulturschutznetze, die die Bohnensaat
auch vor Vögeln und Katzen schützen, die gern in den frisch
bearbeiteten Beeten wühlen.
Um bodenbürtigen pilzlichen Fäuleerregern vorzubeugen, ist auf eine weitgestellte Fruchtfolge zu achten.
Einsetzbare Pflanzenschutzmittel in Kleinpackung
Aktuelle und verbindliche Hinweise zur Anwendung aller Pflanzenschutzmittel
finden sich in der
Pflanzenschutzmitteldatenbank
des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Hier sind auch alle Anwendungen und Daten für den Einsatz im Erwerbsanbau einsehbar.
Die Informationen zum jeweiligen Pflanzenschutzmittel findet man in dieser
Datenbank entweder über die Eingabe des Mittelnamens oder über
den Wirkstoff, der immer in Klammern hinter dem Mittelnamen angegeben ist.
Viele Pflanzenschutzmittelfirmen veröffentlichen die Gebrauchsanleitungen ihrer Präparate auch im Internet. Ein Link (elektronischer Querverweis) führt durch Anklicken des Mittelnamens auf diese Internetseite des Pflanzenschutzmittelanbieters.