
Im Sommer zeigen Tomaten während oder nach
feuchten Witterungsperioden auf den Blättern anfangs grau-grüne, später braune Flecken;
einzelne Fiederblättchen sterben ganz ab. Auch an den Blattstielen und am
Stängel findet man meist scharf abgegrenzte
dunkelbraune Stellen.
Die noch unreifen Früchte weisen graugrüne, bis schmutzigbraune, runzelige Stellen auf,
an denen das Fruchtfleisch verhärtet. Reife Tomaten
sind ebenfalls etwas ledrig oder runzelig und zum Teil ist das Fruchtfleich
bräunlich eingefärbt.
Da die Krankheit unter feuchten Witterungsbedingungen sehr
schnell voranschreitet, können die Tomatenpflanzen innerhalb kurzer
Zeit zusammenbrechen. Es ist aber auch möglich, dass ein beginnender
Befall durch trockenes Sommerwetter gestoppt wird.
Die Kraut- und Braunfäule der Tomate wird vom gleichen Pilz verursacht wie die Kraut- und Knollenfäule der Kartoffel. Da der Pilz auf Feuchtigkeit angewiesen ist, kommt es vor allem in regenreichen Sommern oder zum Ende der Kulturzeit im September zu Infektionen.
Ab Ende Juni ist bei feuchtem Wetter mit Infektionen zu rechnen. Alle
Maßnahmen, die dazu beitragen die Pflanzen trocken zu halten, dienen
dazu, Infektionen mit dem Schadpilz zu verhindern. So lässt sich in
niederschlagreichen Sommern immer wieder beobachten, dass Tomatenpflanzen
in geschützter Lage, beispielsweise unter Balkonen oder Vordächern,
kaum unter Kraut- und Braunfäule zu leiden haben.
In Gewächshäusern sind die Pflanzen zwar vor Regen geschützt,
Tau auf Blättern und Früchten, der durch die Verdunstung der Pflanzen
entsteht, reicht aber für die Entwicklung der Krankheit vollkommen aus.
Aus diesem Grund sind die Gewächshäuser besonders während
kühler und feuchter Witterungsperioden ausreichend zu lüften.
Seit einiger Zeit werden Tomatensorten angeboten, die eine höhere
Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Erreger haben. Es lohnt sich daher das sich
ständig ändernde Tomatensortiment zu beobachten und Sorten auszuprobieren.
Informationen zu empfehlenswerten Gemüsesorten bieten die Bayerische Gartenakademie auf ihrer Internetseite.
Einsetzbare Pflanzenschutzmittel in Kleinpackung
Aktuelle und verbindliche Hinweise zur Anwendung aller Pflanzenschutzmittel
finden sich in der
Pflanzenschutzmitteldatenbank
des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Hier sind auch alle Anwendungen und Daten für den Einsatz im Erwerbsanbau einsehbar.
Die Informationen zum jeweiligen Pflanzenschutzmittel findet man in dieser
Datenbank entweder über die Eingabe des Mittelnamens oder über
den Wirkstoff, der immer in Klammern hinter dem Mittelnamen angegeben ist.
Viele Pflanzenschutzmittelfirmen veröffentlichen die Gebrauchsanleitungen ihrer Präparate auch im Internet. Ein Link (elektronischer Querverweis) führt durch Anklicken des Mittelnamens auf diese Internetseite des Pflanzenschutzmittelanbieters.