
Tomatenfrüchte zeigen an der Blütenansatzstelle einen dunkelbraunen bis grauen Fleck. Das Gewebe ist an dieser Stelle eingetrocknet und verhärtet.
Es handelt sich hierbei nicht um einen Schädlings- oder Pilzbefall,
sondern um eine Stoffwechselerkrankung. Die Ursachen für die
Blütenendfäule sind bisher noch nicht genau erforscht. Es ist aber
bekannt, dass die geschädigten Früchte schlecht mit dem Nährstoff
Calcium versorgt sind, so wie man es auch von der Stippigkeit des Apfels her kennt.
Calcium wird mit dem Transpirationsstrom aus dem Boden in die Blätter
transportiert. Die Früchte verdunsten im Verhältnis zum Laub wesentlich
weniger Wasser und werden daher auch nicht so reichlich mit Calcium versorgt,
obwohl normalerweise genügend davon im Boden vorhanden ist. Starkes
Wachstum der Tomatenpflanzen und unregelmäßige Wasserversorgung
fördern die Blütenendfäule.
Der gelegentlich an Tomaten vorkommende Misswuchs an den Triebspitzen, bei denen die Blätter
sich nicht richtig entwickeln und absterben, ist auch auf diesen induzierten
Calcimmangel zurückzuführen.
Tritt Blütenendfäule auf, so ist zu prüfen, ob es bei der Bewässerung zu starken Schwankungen zwischen Trockenheit und Feuchte gekommen ist. Gleichfalls sollte bei üppigem Wachstum die Düngung überdacht werden. Die einzelnen Tomatensorten reagieren auf diese physiologische Störung sehr unterschiedlich.
Einsetzbare Pflanzenschutzmittel in Kleinpackung
Aktuelle und verbindliche Hinweise zur Anwendung aller Pflanzenschutzmittel
finden sich in der
Pflanzenschutzmitteldatenbank
des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Hier sind auch alle Anwendungen und Daten für den Einsatz im Erwerbsanbau einsehbar.
Die Informationen zum jeweiligen Pflanzenschutzmittel findet man in dieser
Datenbank entweder über die Eingabe des Mittelnamens oder über
den Wirkstoff, der immer in Klammern hinter dem Mittelnamen angegeben ist.
Viele Pflanzenschutzmittelfirmen veröffentlichen die Gebrauchsanleitungen ihrer Präparate auch im Internet. Ein Link (elektronischer Querverweis) führt durch Anklicken des Mittelnamens auf diese Internetseite des Pflanzenschutzmittelanbieters.