
Auf den Blattunterseiten der Gewächshausgurken sitzen kleine weiße Fliegen, die bei Berührung der Pflanzen kurz auffliegen. Bei stärkerem Befall kommt es zu Honig-und Rußtaubildung auf den Blättern und Früchten.
Die Weiße Fliege gehört zur Gruppe der so genannten Mottenschildläuse.
Die Art, die im Gewächshaus oder im Wintergarten schädigt, wurde
aus dem südlichen Amerika eingeschleppt und spielt an Freilandkulturen
keine Rolle. Die Weißen Fliegen an Grün- oder Rosenkohl und an Erdbeeren sind
einheimische Arten, die wiederum kaum an Gewächshauskulturen vorkommen.
Aus den mit dem bloßen Auge kaum erkennbaren Eiern schlüpfen die
ungeflügelten Larven, die genau wie die erwachsenen Tiere zuckerhaltigen
Pflanzensaft saugen. Ein Teil dieses Saftes wird wieder ausgeschieden, wodurch
der klebrige Honigtau entsteht. Auf ihm siedeln sich die Rußtaupilze
an, die sich von den zuckerhaltigen Ausscheidungen ernähren.
Die Gewächshaus-Weiße-Fliege kann den Winter nur an Pflanzen im temperierten
Gewächshaus oder Wintergarten überleben. Sie spielt daher an Gurke auch nur dann
eine Rolle, wenn im Frühjahr befallene Kübel- oder Zimmerpflanzen neben den Gurken im
Gewächshaus stehen.
Es sollte daher genau darauf geachtet werden, dass der Schädling nicht mit befallenen Pflanzen ins Gewächshaus eingeschleppt wird.
In Wintergärten oder Gewächshäusern, die im Winter geheizt werden, können die Schädlinge den Winter beispielsweise an Fuchsien der Lantanen überleben.
Zur biologischen Bekämpfung werden winzige Schlupfwespen angeboten, die die Larven des Schädlings parasitieren. Ihr Einsatz kann sich in Wintergärten und Gewächshäusern lohnen, in denen auch im Winterhalbjahr Zierpflanzen kultiviert werden.
Einsetzbare Pflanzenschutzmittel in Kleinpackung
Aktuelle und verbindliche Hinweise zur Anwendung aller Pflanzenschutzmittel
finden sich in der
Pflanzenschutzmitteldatenbank
des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Hier sind auch alle Anwendungen und Daten für den Einsatz im Erwerbsanbau einsehbar.
Die Informationen zum jeweiligen Pflanzenschutzmittel findet man in dieser
Datenbank entweder über die Eingabe des Mittelnamens oder über
den Wirkstoff, der immer in Klammern hinter dem Mittelnamen angegeben ist.
Viele Pflanzenschutzmittelfirmen veröffentlichen die Gebrauchsanleitungen ihrer Präparate auch im Internet. Ein Link (elektronischer Querverweis) führt durch Anklicken des Mittelnamens auf diese Internetseite des Pflanzenschutzmittelanbieters.